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Schweizer Team Zweiter im Hyperloop-Rennen

Auf diesen Moment hat das Swissloop-Team der ETH Zürich monatelang hingearbeitet: Lange Arbeitstage und noch längere Nächte in der Werkstatt und auf der Teststrecke in Dübendorf haben dazu geführt, dass das Team und der Pod, getauft auf den Namen des ersten und bisher einzigen Schweizer Weltraumfahrers, Claude Nicollier, bereit sind für ihren grossen Auftritt vor Elon Musk und den anderen Studierenden. Die Atmosphäre auf dem SpaceX-Gelände von Elon Musk in Los Angeles war freundlich und mehrheitlich entspannt. Stresssituationen traten lediglich auf, wenn die Technik nicht so mitspielte, wie man sich das von ihr wünschte. Aber gemeinsam liessen sich auch diese Hindernisse überwältigen.

swissloop_4_teambeiderarbeitVolle Konzentration beim Team Swissloop sponsored by Trivadis bei den letzten Vorbereitung vor dem Start in die Hochgeschwindigkeitsröhre

Ansonsten wurden Freundschaften zwischen den Teams aus der ganzen Welt geknüpft, Technologien verglichen sowie Tipps und Tricks ausgetauscht. Es herrschte mehr gegenseitige Inspiration als Konkurrenz, denn alle Teilnehmer hatten das gleiche Ziel: Mit ihrem Pod wollten sie die Grundlagen dafür schaffen, den Personen- und Lastentransport zu revolutionieren und so das Leben und Arbeiten für jedermann etwas einfacher machen.

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Für dieses Ziel rief Elon Musk und SpaceX in Los Angeles zur dritten Ausgabe der jährlichen Hyperloop Competition aus. Hyperloop ist das Personen- und Lastentransportsystem, das gemäss Elon Musk den Luftverkehr ablösen und durch eine umweltschonendere Variante ersetzen soll. In diesem System bewegt man sich in Kapseln, den sogenannten Pods, in einer Röhre fort, in der ein beinahe-Vakuum herrscht, damit die Pods ihre hohen Geschwindigkeiten ohne Luftwiderstand erreichen.

swissloop_4_trivadis_spacexDas Trivadis Logo prangt auf der Aussenhaut des swissloop Pod vor der Hyperloop-Röhre auf dem SpaceX-Gelände in Los Angeles

Alle Tests bestanden und zweitschnellste Streckenzeit für Swissloop

Einen dieser Pods an der Hyperloop-Competition schickte am Wochenende des 20. und 21. Juli auch das Swissloop-Team der ETH Zürich mit der Unterstützung von Trivadis in die Röhre. Mit Erfolg. Der Swissloop-Pod "Claude Nicollier" erreichte mit 252 Stundenkilometern die zweitschnellste Streckenzeit und landete damit auf dem zweiten Rang. Vor ihnen lagen nur noch die Titelverteidiger von der Technischen Universität München mit 463 Stundenkilometern, die bisher jede Ausgabe der Hyperloop Competition für sich entscheiden konnten und letztes Jahr mit 467 Stundenkilometern den Streckenrekord aufgestellt hatten.

swissloop_4_vordemstartDas Swissloop-Team schaut gebannt in die Röhre: gleich rast ihr Pod los.

Der zweite Platz ist ein grosser Erfolg für das Team der ETH. Um überhaupt in die finale Runde zu kommen und den Pod in die Hyperloop-Röhre schicken zu können, wurde dieser von den SpaceX-Experten einer Reihe von Tests unterzogen: von der mechanischen Inspektion, über die Strukturinspektion bin hin zu mehreren erfolgreichen Testläufen in der Röhre. Diese Tests bestanden neben dem Pod des Teams Swissloop auch diejenigen der EPFL in Lausanne, der DELFT University of Technology aus den Niederlanden und der Titelverteidiger der Technischen Universität München. So durften diese Teams in der finalen Runde gegeneinander antreten, unter tosendem Applaus und erfreuten und überraschten Ausrufen, wenn immer ein Pod sehr schnell beschleunigt oder eine besonders hohe Geschwindigkeit erreicht.

Innovationspreis für Swissloop: neuer Motor fasziniert Elon Musk

swissloop_4_team_mit_elon_muskJubelnd feiert das Team Swissloop seinen zweiten Platz und den erhaltenen Innovationspreis. Mittendrin, ganz in schwarz mit obligatorischer Sonnenbrille, der Tesla-Bauer, SpaceX-Gründer und Hyperloop-Visionär Elon Musk.

Das Team Swissloop konnte mit seinem neuen selbstentwickelten Linearinduktionsmotor den Titelverteidiger aus München zwar nicht vom Thron stossen, sie bekamen aber von Elon Musk höchstpersönlich viel Lob dafür sowie den Innovationspreis von SpaceX überreicht. Diesen erhielt Team Swissloop für zwei Komponenten ihres Pods: für den einzigartigen Motor und den zweikanaligen Wechselrichter, der den Strom von den Batterien zum Linearinduktionsmotor befördert. Besonders cool fand Elon Musk, dass der Motor selbst Musik abspielen kann, durch ein Magnetfeld mit höherer Frequenz, das auf den linearen Induktionsmotor moduliert wird. So hätte das Team aus der ETH gar keine Boxen für gemütliche Musik gebraucht, als sie am Abend am Strand den tollen Erfolg ihres Teams feierten. Auch Trivadis feierte den Erfolg von Swissloop bei SpaceX in Los Angeles, gratuliert allen Teammitgliedern herzlich und hofft, dass man in Zukunft noch mehr von ihren erfinderischen Tätigkeiten hört.

 

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Topics: Innovation