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Smarter Life mit Smart Home

„Eine Welt ermöglichen, in der intelligente IT das Leben und Arbeiten völlig selbstverständlich erleichtert“ – das ist der Unternehmenssinn von Trivadis. Für unseren Co-CEO Gerry Klump machen intelligente IT-Lösungen nicht nur im Berufsleben vieles einfacher, sondern auch daheim. Ein Ausflug in Gerrys Smart Home – mit Rasenroboter und Hoverboard.

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„Mir bleibt schon heute mehr Zeit, die ich nicht mehr mit Rasenmähen oder Staubsaugen verbringen muss. Wenn in Zukunft auch noch der Kühlschrank fehlende Lebensmittel bestellen kann, wird es noch besser“, erzählt Gerry. Auch wenn er in einem beschaulichen Dorf mit dem Namen „Stilli“ wohnt, ist es in Gerrys Zuhause gar nicht so still – er hat nämlich mehrere Smart-Home-Geräte daheim, die autonom herumfahren oder mit Piepstönen auf sich aufmerksam machen. 

Auch sein Trivadis-Kollege Martin Berger fühlt sich mit Smart-Home-Geräten sehr wohl. Wie leicht er sie bedient, hat er bei seiner Demo auf unserem letzten Trivadis TechEvent im September 2019 gezeigt. Er liess, per Sprachsteuerung bei uns im Vortragssaal, zu Hause die Jalousien herunterfahren. Das Publikum des TechEvent konnte das live über die bei ihm zu Hause installierte Webcam beobachten und war begeistert.

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Es lohnt sich also, in den Erfahrungsaustausch zwischen den Smart-Home-Profis Gerry und Martin reinzulesen:

Gerry: Wir leben täglich mit unseren Smart-Home-Anwendungen. Martin, mich würde mal interessieren, welche Smart-Home-Lösungen dir die liebsten sind und welche du am nützlichsten findest.

Martin: Oh, ich nutze einige Anwendungen, aber zurzeit finde ich die Hue-Lösung von Philips am interessantesten. Damit lässt sich das LED-Licht in der Wohnung per Fernsteuerung, also zum Beispiel über das Smartphone, bedienen. Sie bietet viele verschiedene Farbtöne und Schattierungen, die sich je nach Bedarf und persönlichem Geschmack einstellen lassen. Ich finde dieses Zusammenspiel zum Beispiel von Bewegungsmelder und Zeitplaner einfach toll. Damit ist es morgens um 5 Uhr, wenn ich aufstehe, nicht plötzlich so hell wie im Fussballstadion. Was mir auch gefällt, ist die Anwesenheitssimulation, wenn es dämmert. Was ist deine liebste Anwendung zurzeit, Gerry?

Gerry: Ich benutze ganz verschiedene Lösungen, hauptsächlich sind das Nuki für das Türschloss, Arlo für die Überwachungskameras und Homematic IP für sehr viele andere Dinge wie zum Beispiel Fenster- und Türkontakte, Wassermelder, Jalousien, Rauchmelder, Bewegungsmelder oder Licht. All diese Apps sind natürlich nicht aufeinander abgestimmt. Deshalb setze ich eine zentrale Steuerungssoftware auf Basis von Raspberry Pi ein, den Home Assistant. Er vereint smarte Geräte verschiedener Hersteller auf einer Oberfläche.

sebastian-scholz-nuki-IJkSskfEqrM-unsplashPhoto by Sebastian Scholz (Nuki) on Unsplash

Martin: Wow, das klingt ja umfangreich und wirklich sehr nützlich. Welche Smart-Home-Lösung macht dir denn am meisten Spass?

Gerry: Mit Alexa alles per Sprache zu steuern, finde ich am besten. Das vereinfacht die Bedienung, wenn kein Schalter in der Nähe ist: Jalousien bewegen, Türen öffnen, Licht ein- und ausschalten oder den Staubsaugerroboter bedienen. Besonders gefällt mir auch, das Handy in der Tasche zu belassen und die Haustüre automatisch zu öffnen, wenn ich in Bluetooth-Reichweite bin. Das funktioniert durch die vorrangige Scharfschaltung per Geofence. Wie ist es bei dir?

Martin: Ich benutze seit fast drei Jahren Alexa mit einem Amazon Echo. Ich mag es, einfach „Alexa, spiele SRF3“ zu sagen und los geht’s. Meine beiden kleinen Jungs finden Alexa auch super: „Alexa, wie macht eine Giraffe?“ Manchmal sagen sie aber leider auch „Alexa, spiele Helene Fischer.“ Naja. Was war denn deine lustigste, spannendste oder auch interessanteste Erfahrung mit deinem Smart Home oder einer Smart-Home-Lösung?

Gerry: Die spannendste Erfahrung war für mich die Integration der Anwendungen mittels Home Assistant. Diese Open-Source-Lösung entwickelt sich ja ständig weiter und integriert nahezu alle gängigen smarten Geräte. Ich habe aber etwas Zeit gebraucht, um die verschiedenen Dashboards graphisch schön zu kreieren. Und deine?

Martin: Lustig ist es, wenn sich die Jungs einen Spass daraus machen, Alexa zum Schweigen zu bringen. Sie rennen am Arbeitszimmer vorbei und rufen „Alexa, aus!“. Interessant finde ich das Zusammenspiel der Komponenten, wenn der Mähroboter bei einer zu hohen Luftfeuchtigkeitsmeldung der Wetterstation zurück in seine Garage kehrt. Aber wie sicher sind die Anwendungen deiner Meinung nach? Hast du keine Angst, dass Cyberkriminelle deine Smart-Home-Infrastruktur hacken, deine Heizung manipulieren oder dich via Alexa und Co. abhören?

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Gerry: Ja, ich hatte am Anfang schon Bedenken. Vor allem hat mir das Nuki-Türschloss Sorgen gemacht. Im ZDF sah ich einen Beitrag darüber, wie ein Spezialist des Chaos Computer Clubs das Schloss innerhalb von 20 Minuten geknackt hat. Das bezog sich aber auf die alte Homematic-Lösung. Vor fünf Jahren, noch bevor ich die Smart-Home-Lösungen hatte, wurde bei mir eingebrochen. Damals wurde die komplette Haustüre mit einem Rammbock durchbrochen, das dauerte laut Polizei keine zwei Minuten. Daher mache ich mir um die Türe weniger Sorgen. Allgemein überlege ich mir aber schon genau, was ich wo und wie mache. Wie siehst du das?

Martin: Die Neugier ist bei mir um einiges grösser als die Angst. Aber: Die Steuerung der Jalousien ist beispielsweise bei mir nicht an die Cloud angebunden, die läuft via MQTT-Gateway. Als ich das Angebot erhalten habe, unsere Wärmepumpe ins Netz zu bringen, habe ich dankend abgelehnt. Alexa steht im Büro, da kann sie von mir aus mithören. Also Angst eher nein, aber kritisch sein und auch mal selber den Netzwerkverkehr beobachten, also mitschnüffeln, was da eigentlich so vor sich geht. Tools dazu gibt ja zur Genüge. Wie sehen deine Familie und Freunde dein smartes Home? Kannst du sie von den Vorteilen überzeugen oder gibt es Skepsis? Hat schon jemand deine Ideen nachgeahmt?

Gerry: Da ich alleine lebe, sind es eher Freunde und Bekannte, denen ich die einfachen Smart-Home-Geräte empfehle. Allgemein ist es so, dass man für einiges eben doch noch eine grosse Portion Technikverständnis braucht. Das wird sich aber in Zukunft ändern. Die Anwendungen werden ja immer benutzerfreundlicher und einfacher. Wer ausser deinen Jungs ist denn noch an Alexa und Co. interessiert?

Martin: Die meisten belächeln meine Begeisterung für die Home-Technologie ein wenig und schieben sie darauf, dass ich „aus der IT-Ecke“ käme und da sei man nun mal so. Und meine bessere Hälfte will davon nichts wissen – sagt sie zumindest. Aber vor kurzem habe ich sie doch dabei ertappt, wie sie im Büro Alexa nach Musik gefragt hat. Sie hat das natürlich vehement geleugnet. Ich verschenke zwischendurch auch mal kleinere Komponenten wie smarte Strom-Adapter an Kollegen, die das zu schätzen wissen. Aber Alexa und Co. zu verwenden, um die Jalousien im oberen Stockwerk zu steuern? Da bin ich doch alleine auf weiter Flur.

Gerry: Was wäre denn dein Tipp für einen Laien, der in das Thema Smart Home einsteigen will?

Martin: Ich würde bei der Annäherung an Smart Home schrittweise vorgehen. Einsteiger sollten sich zuerst fragen: Was will ich damit steuern? Soll es nur Spass bringen oder auch was nutzen? Danach sollte man sich schlau machen, welche Plattformen überhaupt existieren und ob sich das gewünschte Gerät dort auch integrieren lässt. Ein cooles Dashboard nützt nämlich überhaupt nichts, wenn die Anbindung ein Murks ist. Drittens ist es gut, einfach mal bei Kollegen rumzufragen. Und zuletzt viel Zeit einplanen. Sehr viel. Was würdest du Einsteigern denn raten?

Gerry: Der Start gelingt, wenn man mit der einfachsten Anwendung anfängt. Alle smarten Anwendungen, bei denen man schnell ein Ergebnis sieht, helfen beim Einstieg ins Smart Home. Bei mir war es so, dass ich nach der Begeisterung über meine erste Installation immer mehr automatisieren wollte. Das so erworbene Wissen konnte ich auch weitergeben. So habe ich beispielsweise einer Freundin dabei geholfen, ihr Hue-Lichtsystem einzurichten. Welche Tipps hast du so von Nerd zu Nerd? Welchen Smart-Home-Hack empfiehlst du erfahrenen Anwendern wie uns?

Martin: Ich empfehle einen eigenen Alexa-Skill mit MQTT-Anbindung via Node-RED, die Funktion von Alexa aus der Public Cloud. Aber die Ansteuerung der Komponenten ist rein inhouse ohne jegliche Cloud-Anbindung. Und du?

Interesse an der Microsoft Cloud mit Trivadis?

Gerry: Also ich würde sagen, Nuki und Homematic IP sind sehr interessant. Für diejenigen, die neu bauen, besser Homematic IP Wired. Homematic IP ist eine Funklösung, einfach aufzubauen und nicht so teuer. Und es ist gleichzeitig die Lösung, die mit am vollständigsten ist.  Was würdest du sagen: Hat das Smart Home deine Erwartungen erfüllt?

Martin: Nur teilweise. Ich habe noch längst nicht alles automatisiert. Da ist noch Luft nach oben. Zudem fehlt mir noch dieses one and only Smart-Home-Dashboard, um Komponenten zu verknüpfen. Da fehlt immer mal was. Im Vergleich zu dir bin ich noch zu chaotisch organisiert, denn du, Gerry, hast ja ein richtig cooles und aufgeräumtes Dashboard mit all seinen Komponenten. Und es gibt Geräteanbieter, die miserable Schnittstellen anbinden und solche, die zwar ein cooles Teil haben, das sich aber nur via deren App bedienen lässt. Wenn ich an die Wasseraufbereitungsanlage im Keller denke, um den täglichen Wasserverbrauch zu verfolgen, oder die Integration des Garagentors − ein Drama.

Gerry: Ja, also ich bin voll zufrieden. Ich bin, wie du schon sagst, für meine Verhältnisse quasi rundum ausgestattet. Leider habe ich zu wenig Zeit, daher wächst die Smart-Home-Lösung bei mir gerade nicht mehr oder sehr langsam.

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