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Schwabengipfel 2017 im Zeichen der Digitalen Transformation

IMG_20170705_083023.jpgZum fünften Mal hat Trivadis am 5. Juli in Stuttgart den mittlerweile traditionellen "Schwabengipfel" abgehalten. Dieser stand ganz unter dem Motto Digitale (R)evolution. Damit waren die Inhalte der Veranstaltung gut beschrieben: Referenten und Vertreter der Kunden, −und dabei war es egal, ob aus sie aus der IT- oder der Business-Ecke stammten, würden am liebsten die Digitalisierungs-Revolution ausrufen; dagegen stehen aber oft behäbige Konzerne mit ihren gewohnten Strukturen, wo schon eine Evolution als Revolution empfunden wird. Nicht zu vergessen sind natürlich die IT-technischen Herausforderungen, die es ebenfalls zu bewältigen gilt.

Digitalisierung ist nicht gleich Digitale Transformation

Sehr gut eingeordnet hat Professor Hans-Georg Kemper vom Lehrstuhl für BWL und Wirtschaftsinformatik der Uni Stuttgart den Stand der Digitalen Transformation in Deutschland. Seine Eröffnungsrede trug den Titel: "Digitale Transformation − zwischen Euphorie und Ernüchterung". Statt Alarm zu schlagen, stellte er der deutschen Industrie, natürlich insbesondere mit Blick auf die Automobilindustrie "im Ländle" und deren Zulieferer, ein gutes Zeugnis in punkto Digitalisierung aus. Hier seien Maschinen- und Anlagenbauer sowie Dienstleister führend und das schon seit 15 Jahren. Das belegten auch die anhaltenden Erfolge am Weltmarkt. Das Problem sei vielmehr, dass die traditionelle deutsche Industrie die Digitale Transformation nur schleppend angehe und erst langsam verstehe, dass dieser Terminus etwas anderes bedeute als Digitalisierung.

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Professor Hans-Georg Kemper bei seiner Keynote

Der tiefgreifende Wandel, der mit der durch die Digitalisierung ausgelösten Transformation einhergehe, umfasse nicht nur die Technologie, sondern mache auch althergebrachte Geschäftsmodelle anfällig und angreifbar durch neue Wettbewerber mit neuen Geschäftsmodellen. Insbesondere verwies Kemper hier auf Online-Plattformen- und Marktplätze, Sharing-Modelle und Co-Creation. Diese stünden im Gegensatz zu gewohnten Geschäftsmodellen, die bisher durch Abschottung, Konkurrenz und Besitz von Produktionsmitteln langfristig sichere Einnahmen garantierten.

Die Zukunft gehört den Daten

Mit der launig vorgetragenen Keynote war die Basis für die Sessions des Tages geschaffen, die sich allesamt damit beschäftigten, wie IT als Enabler Unternehmen nicht nur bei der Digitalisierung, sondern auch bei der zwangsläufig folgenden Transformation unterstützen kann. Dabei drehte sich alles um den Umgang mit Daten, denn "Die Zukunft gehört den Daten", wie der Gastgeber, der Leiter der Stuttgarter Trivadis Niederlassung Sandro Crepaldi bei der Eröffnung vor 120 Teilnehmern betonte.

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Sandro Crepaldi eröffnet den Schwabengipfel 2017

Die Experten von Trivadis beleuchteten dabei eine Vielzahl von Themen; dabei ging es von Bots im Servicedesk (eine Trivadis Anwendung läuft bereits beim Münchner Startup absence.io), über die Einsatzmöglichkeiten von Blockchain, die Konsequenzen der EU-Datengrundschutzverordnung, den Unterschied zwischen Data Warehouse und Data Lake, dem Neubau oder der Modernisierung von Data Warehouse. Hingucker und Networking-Magnet im Foyer war die Autorennbahn von Oracle: über Bluetooth lassen sich die Fahrdaten der kleinen Flitzer auslesen. Oracle übermittelt diese an seine IoT-Cloudservices und nutzt diese zur Analyse des Fahrverhaltens − Vorboten des autonomen Fahrens...?

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Kunden bestätigen: der Wandel ist unaufhaltsam

Dass die Transformation der deutschen Industrie unaufhaltsam ist, bestätigte am Schluss des inhaltsreichen Tages die abschließende Gesprächsrunde des Customer Boards.

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Frank Büttner, Geschäftsführer S-Payment und Leiter Bereich Payment beim Deutschen Sparkassenverlag, Thomas Reith, Vice President IS Research & Development & Medicine von C.H. Boehringer Sohn AG und Co. KG, Christoph Khodja, Leiter IT Solution Center von Grenke AG, Hans-Joachim Dörr, Geschäftsführer von Trumpf Financial Services GmbH, und Christian Dosch, Projektleiter Digitalisierung der Allgäu GmbH, stimmten zu, dass sich die deutsche Wirtschaft der Transformation nicht entziehen kann. Bedingt durch die heterogene Struktur der deutschen Unternehmen vollziehe sich der Wandel jedoch in verschiedenen Branchen und Größen anders und unterschiedlich schnell.

PS: Schwabengipfel in Stuttgart verpasst? Dann nichts wie nach Zürich oder Frankfurt:

triCast - der IT WebCast von Trivadis

Weiterführende Informationen:

Topics: Events Digital Business Transformation