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Wenn das Windrad selbstständig den Service-Techniker ruft

juergen rother.jpgWenn Mensch und Maschine durch IT-Systeme vernetzt werden, entstehen neue Kommunikationswege. Wo früher der Servicetechniker in regelmässigen Abständen die fälligen Wartungsarbeiten routinemässig durchgeführt hat, meldet ihm heute die Windkraftanlage, welche Windräder eine Wartung benötigen. Beispielsweise sendet der Schmierölsensor des Windrades, dass der richtige Zeitpunkt zum Nachfetten gekommen ist. Der Energieversorger kann handeln, bevor ein Schaden oder Ausfall des Windrads entsteht. Diese punktgenaue Wartung sorgt für eine höhere Lebensdauer der Windkrafträder. Die Wartungseinsätze werden effizienter, die Betriebs- und Reparaturkosten somit gesenkt. Aber es gibt noch viele andere Vorteile, die das Internet der Dinge der Energiewirtschaft bietet.

Mit aussagekräftigen Analysen besser planen und steuern

Es ist für einen Energieversorger richtig teuer, wenn er kurzfristig Strom auf dem Spotmarkt für Energie, der European Power Exchange (EPEX Spot), kaufen muss. Das muss er aber nur dann, wenn er keinen Echtzeit-Überblick über die Lastgänge und den Stromverbrauch der Kunden hat. Durch den Einsatz moderner IT-Lösungen und den Einbezug von Wetterprognosen wissen Energieanbieter sehr genau, wie viel Strom ihre Windkraftanlagen bei Idealbedingungen produzieren und können besser planen. Wird mehr Strom erzeugt als abgenommen, kann auch dies in der Steuerung berücksichtigt werden. Die überschüssige Energie wird dann dazu genutzt, Wasser in höhergelegene Energiespeicher zu pumpen. Diese Energiereserven wiederum können bei Windstille genutzt werden, um über ein Wasserkraftwerks Strom zu erzeugen. Die Energieerzeugung kann durch die Erfassung der Daten aus dem gesamten Stromkreislauf vom Erzeuger bis zum Endverbraucher optimal genutzt werden.

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Kundenbindung wird wichtiger werden

In Deutschland haben Kunden heute schon die freie Wahl des Stromanbieters, in der Schweiz ist eine komplette Marktöffnung ab 2018 vorgesehen. Wollen die Stromanbieter also ihre Kunden halten, müssen sie grosse Anstrengungen unternehmen, ihre Services auszubauen und weiterzuentwickeln, kurz: sie müssen ihre Kundenbindung verstärken. Da es sehr schwer ist, mit Strom beim Kunden Emotionen zu wecken, fällt die Entscheidung bei wechselwilligen Kunden sehr häufig zu Gunsten des preisgünstigsten Anbieters aus. Es gilt also die Kosten-Nutzen-Relation zu erhöhen.

Mit dem Internet der Dinge profitabler werden

Durch das Auswerten von Maschinendaten, den Einsatz von Sensorik und der intelligenten Echtzeit-Verarbeitung von riesigen Datenmengen in der Cloud entstehen neue Geschäftsmodelle. Mit den gewonnenen Informationen sind Energieversorger in der Lage, ihre Prozesse zu optimieren, ihre Produktion effizienter zu steuern und ihren Kunden noch hochwertigere Services anzubieten.
Die Grundlage für die Informationsgewinnung bildet eine Infrastruktur, die auf dem Konzept des Condition Monitoring basiert, das heisst der permanenten Erfassung des Maschinenzustandes durch Messung und Analyse. Der eigentliche Mehrwert entsteht dabei aus der Mustererkennung und der Datenaufbereitung. Die erhobenen Daten bilden die Grundlage für weiterführende Analysen wie Predictive Maintenance und Predictive Analytics.

Trivadis IoT-Service für die Energiewirtschaft

Nur mit Hilfe einer skalierbaren, standardisierten und hoch performanten Plattform kann es gelingen, diese enorme Datenmengen in Echtzeit zu verarbeiten und aus den Informationen die richtigen Handlungskonsequenzen zu ziehen.

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Mit dem Trivadis IoT-Service Energy steht eine Lösung zur Verfügung, mit der beliebige Anwendungsfälle zu realisieren sind. Der Trivadis IoT-Service Energy besteht aus dem Trivadis IoTgate basierend auf Microsoft Azure für die Anbindung unterschiedlichster Devices und Sensoren und dem dazugehörenden Trivadis Business Service Energy, mit dem relevante Informationen in Echtzeit nach den KPIs der Energiebranche visualisiert werden können. Wie das in der Praxis aussehen kann, zeigt das IoT-Projekt für den Versorger IWB (Industrielle Werke Basel), das wir kürzlich erfolgreich realisiert haben.

Die globale Marktöffnung bringt Druck, aber gleichzeitig eröffnet der digitale Wandel mit den Themen Internet der Dinge und Cloud auch viele schöne Chancen, um sich in diesem Wettbewerb an der Spitze zu positionieren.

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Weiterführende Links:

 

Bildquelle Windräder: Pixabay/meineresterampe 

Topics: Internet of Things Digital Business Transformation