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Managed Services liegen im Trend

Statistiken zeigen es: Die Nachfrage nach Managed Services steigt, die Zahl der Anbieter wird immer höher. Profondia hat unter mehr als 13.000 Schweizer Unternehmen mit 30+ Mitarbeitern und 10+ IT-Arbeitsplätzen ermittelt, dass 9 von 10 Firmen eine Cloud-Lösung nutzen. Die Erhebung zeigt auch, dass im Jahr 2018 die Anzahl der Unternehmen auf 84 Prozent gestiegen ist, die für bestimmte IT-Bereiche ein Managed-Service-Angebot in Anspruch nehmen. Alle diese Trends sind übrigens weiter steigend.

Kosten sind dabei gar nicht der ausschlaggebende Grund auf Managed Services zu setzen. Von 349 IT-Entscheidern, die IDG mit Unterstützung von Trivadis in der Region DACH befragt hat, wurde das Kostenargument erst an fünfter Stelle genannt. Wichtiger sind den IT-Entscheidern die schnellere Umsetzung von Projekten, die höhere Geschwindigkeit bei der Bereitstellung neuer Funktionalitäten, die höhere Flexibilität bei Bedarf und mehr IT-basierte Innovationen.

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Trivadis Co-CEO Gerald Klump spricht darüber, wie es zu dem Trend kam, wo die Vorteile von Managed Services liegen und wie sich Trivadis von anderen Anbietern von Managed Services abhebt.

Warum betont Trivadis aktuell die Bedeutung von Managed Services?

gerald_klump_2xGerald Klump: Services waren immer schon ein Teil des Portfolios von Trivadis. Seit unserer Gründung vor 25 Jahren hat sich der IT-Markt aber drastisch geändert. Und nicht nur das, Services verändern derzeit die Art, wie wir leben und arbeiten. Ich darf einige Beispiele anführen: Lineares Fernsehen ist auf dem absteigenden Ast, niemand, zumal die junge Generation nicht, mag sich vorschreiben lassen, wann sie etwas zu schauen hat. Wer Lust auf einen Film hat, ruft ihn als Service ab, TV-as-a-Service.

Oder Mobilität als Service: Es gibt mittlerweile Apps, die alle Mobilitätsmöglichkeiten integrieren. Du sagst der App, wohin du möchtest und sie schlägt dir die optimale Kombination der Verkehrsmittel vor; idealerweise kannst du von der Plattform auch noch gleich die entsprechenden Buchungen bei Car-Sharing, ÖPNV usw. vornehmen. Smarter Nebenaspekt: Die Kosten für das Vorhalten und Warten eines eigenen Autos, das 80 Prozent seiner Zeit in der Garage beim Arbeitgeber oder zu Hause steht, entfallen. Statt also bei meinem Auto den Service zu machen, sprich Reifen oder Öl zu wechseln, Wischwasser nachzufüllen und es in die Waschanlage zu fahren, kann ich mich meinem Kerngeschäft widmen: mich um meine Hobbies kümmern, worauf auch immer ich Lust habe. Auch hier nutze ich oft Services, beim Musik hören etwa Spotify, Amazon Music, Google Music oder iTunes; ich bestelle Essen beim Liefer-Service.

Im Umgang mit der IT in Unternehmen sieht das mittlerweile sehr ähnlich aus: Immer mehr Unternehmen wird bewusst, dass Services ihnen dabei helfen, sich auf das Kerngeschäft zu konzentrieren.

Woher kommt dieser Trend zu Services?

Gerald Klump: Hier spielt vor allem die technologische Entwicklung eine wichtige Rolle, im weitesten Sinne ist das eine Folge der Digitalisierung. Um beim Beispiel TV-as-a-Service zu bleiben: Nur wenn die Bandbreiten hoch genug sind, können Netflix, Amazon und Co. ihre Angebote an die Kunden ausspielen. Und nur, wenn die Nutzer über entsprechende Apps verfügen, also die einfache Bedienung am Smartphone oder Tablet gewährleistet ist, findet das Angebot Akzeptanz. Ohne schnelle Internet-Verbindungen und ohne Smartphone wäre der Service nicht möglich.

room-2559790_1920Image by StockSnap from Pixabay 

Gleichzeitig ändert sich damit unsere Erwartungshaltung: wir erwarten mittlerweile einfach, dass viele Angebote nahtlos, ohne Verzögerung, überall als Service verfügbar sind. Ein Luxus, den sich früher nur große Unternehmen oder wohlhabende Einzelpersonen leisten konnten, wird jetzt allen zugänglich. Demzufolge erwarten beispielsweise auch Mitarbeiter in Fachabteilungen von Unternehmen, dass sie ihre Ideen schnell umsetzen können und nicht mehr auf die IT-Abteilung warten müssen; der Service-gewohnte „Everything Customer“, wie Gartner ihn bezeichnet, hält damit auch in B2B Einzug.

Ohne Internet, ohne Cloud-Dienste, ohne Schnittstellen, ohne Smartphone oder Tablets würde jeweils ein entscheidendes Puzzle für den Erfolg der Services fehlen. Letztendlich geht es um die schnelle und komplikationslose Konsumierbarkeit von Services, deshalb spricht man oft auch von IT Consumption oder Service Consumption.

Wie können nun Unternehmen von Services profitieren, die nicht Netflix sind oder eine App anbieten?

Gerald Klump: Wichtig ist zunächst, dass Unternehmen lernen, in Services zu denken und die Vorteile für sich zu erkennen. Bei grösseren Unternehmen ist oft die IT-Abteilung als Profit-Center organisiert, das den Geschäftseinheiten zur internen Verrechnungssätzen Services verkauft. Dennoch bleibt ein wesentliches Problem bestehen: die Investition in eine eigene Infrastruktur. Hier liegt sozusagen gebundenes Kapital, das nicht direkt dem Kerngeschäft zugutekommt; abgesehen davon, dass die Infrastruktur durchschnittlich alle drei Jahre ausgetauscht werden muss, um nicht aus der Herstellerwartung zu fallen. Dafür sind wieder interne Beschaffungsvorhaben notwendig, die entsprechende Ressourcen binden.

Warum also nicht gleich auf IaaS setzen und die Infrastruktur oder einen erweiterten Dienst als Service beziehen? Unternehmen können nach Bedarf die Infrastruktur nutzen, die sie benötigen – die Bereitstellung übernimmt der Service-Anbieter, inklusive Wartung, Updates, Neuinvestitionen usw. Die Frage ist, ob überhaupt noch eigene Infrastruktur benötigt wird, also eigener dedizierter Speicherplatz und eigene Rechnerleistung, oder, ob es nicht eine Plattform auch tut, zum Beispiel Database-as-Service. Hier übernimmt der Service-Anbieter nicht nur die Bereitstellung der Infrastruktur für die Datenbank, sondern auch den Betrieb der Datenbank, inklusive Updates und Backups – wieder eine Sorge weniger, möchte man Unternehmen zurufen. Und natürlich lassen sich auch Anwendungen per Software-as-a-Service als Service beziehen.

Die Vorteile klingen bestechend, was hindert Unternehmen noch daran, auf Services zu setzen?

Gerald Klump: Vielleicht kann man sich das auch wieder mit dem Beispiel aus dem Privatleben erklären: Wer verzichtet schon gerne auf sein eigenes Auto. Das kostet, ohne Treibstoff, je nach Modell und Auto rund 300 bis 400 Euro Unterhalt pro Monat, wenn man alles mit einberechnet. Ein Leihwagen kostet dagegen nur die Zeit bzw. Kilometer, die man tatsächlich fährt. Trotzdem möchte man das Auto in der Garage stehen haben, obwohl, zumindest für viele mit Bahn und Bus vor der Türe, Mobilität auch als Service zu haben wäre.

peter-hong-mERhW-lZBJE-unsplashImage by PETER HONG on Unsplash

Was ich sagen möchte: Es erfordert ein Umdenken, Software und Daten nicht mehr im eigenen Serverraum oder Rechenzentrum auf dem Firmengelände zu haben, sondern sie bei einem Provider abzulegen. Für alles Weitere, Verfügbarkeit, Daten-Sicherheit- und Datenschutz, aktuelle Versionen der Anwendungs-Software usw. ist der Provider verantwortlich. Auch das mag ein Grund sein, dass im eigenen Hause niemand mehr direkt zur Rechenschaft gezogen werden kann. Auch die Angst, sich in einen Vendor-Lock-in zu begeben, mag dabei mitspielen, also die Angst von einem Service Provider abhängig zu sein, wenn er den Zugriff auf die physikalischen Speicher der Daten und Anwendungen verwaltet.

Es ist aber bei Weitem nicht so, dass die Vorteile von Managed Services noch nicht bei den Unternehmen angekommen sind: Trivadis betreibt ja seit langem bei Unternehmen unterschiedlicher Branchen und Grössen beispielsweise Datenbanken und Anwendungen, da wir hierfür über spezifisches Know-how verfügen, das in Unternehmen in der Tiefe nur selten vorhanden ist. Ein Blick in die Statistik zeigt jedenfalls, dass die Akzeptanz von Unternehmen für Managed Services kontinuierlich zunimmt.

Was sind die konkreten Vorteile von Managed Services für Unternehmen?

Gerald Klump: IT Consumption, also nur für den tatsächlichen Verbrauch von IT-Leistungen zu bezahlen, sorgt auf mehreren Ebenen für positive Effekte: Es wird ein Gleichgewicht zwischen Kosten, Effizienz und Produktivität erreicht; gleichzeitig werden administrative Aufgaben, Zusammenarbeit und Analysen berücksichtigt; und es werden Geschäftsprozesse und Ziele verbessert. Das traditionelle IT-Modell wird immer mehr zu einem riskanten und kostenintensiven Ansatz, da sich die Technologie und die Anforderungen der Verbraucher immer rascher ändern.

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Service Consumption kann Budgets freisetzen und die Investitionsmöglichkeiten erhöhen, indem sie die Flexibilität und Effizienz bieten, die Unternehmen für Wachstum und Wettbewerb benötigen, jedoch nur, wenn sie richtig angewendet und regelmässig überwacht werden.

Für welche Unternehmen eignen sich Managed Services?

Gerald Klump: Bisher setzten vor allem grössere Unternehmen auf Managed Services, dies wird sich in Zukunft ändern. Die Vorteile werden zunehmend auch von mittelgrossen und kleinen Unternehmen erkannt. Insbesondere die Möglichkeit, den Fokus auf das Kerngeschäft und die Risikoabsicherung zu setzen, wird als Verbesserung wahrgenommen. Ein gutes Beispiel dafür ist ein Logistikunternehmen, das uns mit dem Betrieb und Support seiner geschäftskritischen Infrastruktur in mehreren Kontinenten beauftragt hat. ‚Wir könnten es uns als KMU sonst nicht leisten, eine solche Struktur aufrecht zu erhalten‘, sagt der Kunde. Trivadis sorgt dafür, dass die geschäftskritischen Kernapplikationen der Firmengruppe an allen Standorten störungsfrei funktionieren und auch im Falle eines Problems möglichst schnell wieder zur Verfügung stehen. Die Replikation von unabhängigen Datenbanken in Standorten mit unzuverlässiger Internet-Verbindung war dabei nur eine der grossen technischen Herausforderungen. Des Weiteren ging es darum, intern entwickelte Anwendungen kontinuierlich zu verbessern und vor allem auch länderübergreifend zu standardisieren.

Hinzu kommen die planbaren Kosten, die hohe Service-Verfügbarkeit und die Komplexitätsminimierung innerhalb der IT-Organisation. In vielen Fällen schrecken die auf den ersten Blick hohen Kosten eine kleinere Unternehmung von Managed Services ab. Es gilt aber zu beachten, dass die monatlichen Kosten kalkulierbar sind und gleichzeitig auch das Kostenrisiko bei einem Totalausfall oder einem IT-Sicherheitsvorfall minimiert bis eliminiert ist. Ausserdem darf die Möglichkeit der kontinuierlichen Weiterentwicklung nicht ausser Acht gelassen werden, denn dies gilt als Schlüssel für den Erfolg in der Zukunft. Besonders kleine Firmen haben dank Managed Services auch die Möglichkeit Ressourcen zu nutzen, welche bisher nur grösseren Unternehmen vorbehalten waren, das gilt zum Beispiel für KI-Anwendungen, Deep Learning oder Data Analytics.

Managed Services Anbieter gibt es viele. Warum also sollten sich Unternehmen für Trivadis entscheiden?

Gerald Klump: Service ist nicht gleich Service. Die IDG-Studie zeigt, dass Vertrauen und Kundenorientierung für IT-Leiter und Fachbereiche von Managed-Services-Kunden höchsten Stellenwert haben. Trivadis verfügt über unvergleichbar hohe Kompetenz beim Betrieb von Datenbanken und Anwendungen aus Tausenden von Projekten und mehr als 300 aktiven Service Level Agreements. Wir sind mit 15 Standorten in Zentraleuropa immer nahe am Kunden und wissen, wann, welcher Service für ihn verfügbar sein muss. Durch einen hohen Standardisierungs- und Automatisierungsgrad können sich Unternehmen jeder Größenordnung das für sie passende Service-Portfolio maßgeschneidert zusammenstellen. Zusätzlich steht Kunden die ganze Bandbreite der 25-jährigen Expertise von Trivadis über den gesamten Lebenszyklus von Infrastruktur und Applikationen zur Verfügung. Dabei treten wir als herstellerunabhängiger Berater unseres Kunden auf. Diese Kombination aus Service plus Kundennähe plus Expertise gibt es nur bei Trivadis.

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