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Den Wald trotz lauter Bäumen sehen – zum Status quo von Everything-as-a-Service

Was zu Beginn der 2000er Jahre im Softwarebereich seinen Anfang nahm, gewinnt über den «Boost» der Digitalisierung immer mehr an Bedeutung: die Möglichkeit, praktisch alles als Service zu beziehen. Wo die bedingungslose Euphorie überhandnimmt, fehlt aber oft das Bewusstsein für die möglichen Fallstricke. Ein Kommentar.

teaser_e-mail-newsletter_gerald-klump-2Die Wirtschaft ist "servicefiziert”, wendet sich also immer mehr einem service-basierten Procurement zu: So beziehen immer mehr Unternehmen IT-Leistungen als Services, welche zunehmend Cloud-basiert sind. Neben dem klassischen Infrastructure-as-a-Service (IaaS), Platform-as-a-Service (PaaS) und Software-as-Service (SaaS) können mittlerweile auch weitere Funktionalitäten als Services bezogen werden. Dazu gehören beispielsweise Data-Intensive-Computing-as-a-Service (DICaaS). Dabei werden mittels Big-Data-Methoden grosse Datenmengen in der Cloud-Infrastruktur verarbeitet.

Dass die Service-Consumption so stark zunimmt, liegt zum einen an bereits bekannten Gründen wie klar definierte Leistung und Kosten (oft einhergehend mit Kosteneinsparungen) und Zugriff auf neuste Technologien. Zum anderen aber auch daran, dass Services gerade im Hinblick auf ihre Deployment-Geschwindigkeit, Agilität und Flexibilität das Business besser dabei unterstützen, bestimmte Vorhaben umzusetzen und Ziele zu erreichen. Häufig geht es in aktuellen Szenarien darum, Daten bereitzustellen, auszuwerten oder zu speichern, kurzum: aus den Daten einen Mehrwert zu generieren. Sei es, um Transparenz zu schaffen oder neue Zusammenhänge aufzudecken.

Auch in unserem Alltag hat dieser Paradigmenwechsel hin zum Everything-as-a-Service (XaaS) längst Einzug gehalten. So downloaden wir keine Musikalben mehr, sondern streamen sie z. B. via Spotify – und dank Plattformen wie z. B. Airbnb wechseln wir unseren Standort im Urlaub so unkompliziert wie nie zuvor. Auch Auto- und Möbel-Abos erhalten grossen Zuspruch – es scheint keinen Bereich zu geben, in welchem das Everything-as-a-Service-Modell nicht angewendet werden könnte.

Die vielen verschiedenen Services werden unser Leben und Arbeiten erleichtern – vorausgesetzt, sie werden richtig genutzt. Denn die sinnvolle Kombination vieler einzelner Services mit den verbleibenden On-Premises-Services bzw. der eigenen IT ist eine grosse Herausforderung – dies gilt insbesondere für Unternehmen, die den Kosten- und Veränderungsdruck gerade in der digitalen Transformation immer stärker zu spüren bekommen. So sind neue Kompetenzen gefragt, nicht zuletzt auch im Management und in der Governance der einzelnen IT-Provider.

Wer ziel- und wahllos Services bezieht, ohne die Anforderungen des Business genau zu kennen und ohne die Services klug miteinander zu integrieren, wird früher oder später nicht nur sich selbst im Service-Dschungel verlieren, sondern auch den potenziellen Mehrwert der Daten – und damit auch sein Business. Ein externer Partner kann hier helfen, den Wald trotz lauter Bäumen – resp. die sinnvollen Gesamtlösungen trotz lauter Services – zu sehen.

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Topics: Cloud Computing Kommentar Digital Business Transformation Essay