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Die drei häufigsten Fehler auf dem Weg in die Cloud

manuel-meyer@1xDer Schritt in die Cloud ist für die meisten Unternehmen nur noch eine Frage der Zeit – wenn sie nicht bereits drin sind. In der ganzen Euphorie gerät in Vergessenheit, dass verschiedene Fallstricke lauern, die ein Cloud-Vorhaben zum Scheitern bringen können.

Mit der Eröffnung der Azure Datacenter in der Schweiz sind weitere Hürden für den Schritt in die Public Cloud gefallen. Entsprechend stehen viele Unternehmen mit einem Bein bereits in der Cloud. Die Gründe für den Weg in die Cloud haben sich dabei in den letzten Jahren verschoben. Während am Anfang Kostenvorteile ausschlaggebend waren, sind es heute die zahlreichen neuen Möglichkeiten, die on-premises nicht denkbar sind. Dazu gehören die schnelle und günstige Erprobung neuer Ideen oder eine reduzierte Time-to-Market. Mit der Cloud werden sie zur Selbstverständlichkeit. Auch Security und Compliance sind Argumente für die Cloud. Denn mit der Azure Cloud erhalten Firmen, die regulatorischen Anforderungen unterstehen, eine Infrastruktur, die über 90 der weltweit bekanntesten Industriestandards unterstützt. Ergänzend liefert Microsoft Empfehlungen, wie und mit welchen Services Anwendungen gebaut werden müssen, um diesen Standards zu genügen.

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Neben diesen «neuen» Argumenten gelten die klassischen natürlich weiterhin: Dazu gehören die automatische Skalierung oder die weltweite Reichweite. Auch schätzen Unternehmen die 100-prozentige Kostentransparenz ihrer Cloud-Workloads. In der Cloud sehen sie täglich, was ein Projekt oder Produkt kostet, und zwar bis ins letzte Detail.  

Der Weg in die Cloud ist also mit vielen Chancen gepflastert. Der Haken an der Sache: Es lauern auch Fallstricke, die ein Cloud-Vorhaben ins Chaos führen können. Dabei lassen sie sich mit wenig Aufwand vermeiden. Hier unsere Top 3:  

Fehler 1: Kein Azure Know-how

Nach wie vor sind viele Unternehmen der Meinung, dass der Schritt in die Cloud keine grosse Herausforderung darstellt. Die Mitarbeitenden, die in der Vergangenheit für die On-premises-Umgebung zuständig waren, sind ab sofort ebenfalls für die Cloud-Infrastruktur verantwortlich. «Ist ja eigentlich dasselbe, oder? Sind ja nur virtualisierte Maschinen in einem Datacenter.» Eben nicht! Die Cloud ist eine neue aufregende Welt, die Chancen, aber auch Gefahren mit sich bringt. Fehlendes Azure Know-how ist die Ursache Nummer eins, warum Cloud-Projekte scheitern oder im Chaos enden. Die Umgebung ist dann nicht nur instabil und langsam, sondern auch unsicher – und sie kostet ein Vermögen. Enttäuschung macht sich breit, da die versprochenen Vorteile und Möglichkeiten ausbleiben. Deshalb: Know-how ist beim Cloud-Projekt der Schlüssel zum Erfolg.

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Fehler 2: Kein strukturiertes Vorgehen

Eines ist klar: Mit dem Schritt in die Cloud übernimmt der Cloud-Anbieter einen Teil der Verantwortung und somit auch der Arbeit, die zum Betrieb einer Lösung nötig ist. In diesem Zusammenhang hören wir immer wieder die Aussage.: «Wenn die Lösung nicht mehr im eigenen Datacenter betrieben wird, kann ich mich auf meine Geschäftsfälle konzentrieren und muss mich nicht um die Infrastruktur kümmern.» Das ist falsch. Bei genauerem Hinsehen bestätigt sich zwar, dass einzelne Aufgaben wie die Virtualisierung oder die physische Hardware komplett an den Cloud-Anbieter übergehen. Der grösste Teil der Themen aber bleibt in der Verantwortung des Cloud-Nutzers. Er muss ein Konzept haben für das Identity & Access Management, das Auditing und Reporting, die Netzwerkinfrastruktur, das Security Management und vieles Weitere. Ohne Konzept und Vorgehensweise geraten grundlegende Anforderungen in Vergessenheit und zeigen sich erst spät im Projektverlauf – dann, wenn es eigentlich schon zu spät ist.

Fehler 3: Keine Optimierungsphase

wtransfer_datenschutz_und_cloud_header@1x«Die Migration ist abgeschlossen, alles läuft jetzt in der Cloud.» Diesen Spruch hören wir täglich. Klingt eigentlich gut, oder? Im Gespräch stellt sich aber heraus, dass die Cloud-Migration eine grosse Enttäuschung war. Die Kosten sind viel zu hoch. Und ob die Vorgaben der Cloud-Strategie umgesetzt wurden, weiss niemand. Bezüglich der Security herrscht Unklarheit und wie die Plattform betrieben werden soll, ist auch noch nicht ausdiskutiert.

In den meisten Fällen liegt das Problem darin, dass keine Optimierungsphasen geplant wurden. Diese sind aber ein zwingender Bestandteil jedes Cloud-Projekts. Nur durch Analyse und Optimierung der bestehenden Umgebung können die Vorteile der Cloud voll ausgenutzt werden. Einsparungen von weit über 50 Prozent sind hier keine Seltenheit. Die Optimierung zu vergessen, ist ein kapitaler Fehler, der sich kurz- und längerfristig rächt.

Wir sehen: Die Cloud hält viele Chancen bereit. Will man diese vollumfänglich nutzen, gilt es, obenstehende Fallstricke gut im Auge zu behalten. Um ganz auf Nummer sicher zu gehen, lohnt sich die Einbeziehung eines cleveren Partners, der einen sicher durch den Cloud-Dschungel führt.

Weiterführende Informationen

 

Topics: Microsoft Cloud Computing