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Digitaler Retrofit – wie Maschinen für die Zukunft fit gemacht werden können

Die Digitalisierung macht auch vor der Industrie nicht halt. So erstaunt es nicht, dass die deutsche Bundesregierung bereits 2012 die Initiative „Industrie 4.0“ ins Leben gerufen hat. Sie sollte Wege aufzeigen, wie die industrielle Produktion mit moderner Informations- und Kommunikationstechnik verzahnt werden kann. In der Schweiz haben vier Industrie-Verbände mit der Initiative «Industrie 2025» mittlerweile nachgezogen. Die Initianten stellen sich laut eigener Aussage gar nicht die Frage, «ob Industrie 4.0 kommt», sondern nur «wie schnell sie Fahrt aufnimmt».

Hört man sich unter den produzierenden Unternehmen selbst um, so geht ein Grossteil davon aus, dass Industrie 4.0 innerhalb der nächsten 1-5 Jahren vollumfänglich Realität werden wird. Mit der Umsetzung der Industrie 4.0 verspricht man sich unter anderem, Abläufe optimieren und Entscheidungen schneller fällen zu können. Doch was macht man mit Maschinen, die zwar noch funktionstüchtig, aber von einer Vernetzung weit entfernt sind?

Insbesondere kleine und mittlere Unternehmen sehen hier hohe Kosten auf sich zukommen. Diese hohen Kosten gehören denn auch zu den Hauptsorgen, die Unternehmen im Hinblick auf die Umsetzung der Industrie 4.0 äussern. Dabei ist es gar nicht notwendig, dass teure Maschinen und Gerätschaften vollständig ersetzt werden. Häufig genügt es, wenn sie mit modernen Komponenten nachgerüstet werden.

Vorteile des Digitalen Retrofits

Was unter dem Begriff «Digitaler Retrofit» zusammengefasst wird, bedeutet nichts anderes, als bestehende Maschinen durch die Optimierung von Einzelbestandteilen – häufig das Anbringen von Sensoren und Steuerungseinheiten – zu digitalisieren und zu vernetzen. Pro Maschine fällt so Schätzungen zufolge nicht mehr als ein niedriger fünfstelliger Betrag hierfür an.

Mit einem Digitalen Retrofit wird einerseits die Lebenszeit von Maschinen und Anlagen verlängert. Dies ist nicht nur aus finanzieller, sondern auch ökologischer Hinsicht sinnvoll. Anderseits wird durch das Anbringen moderner Komponenten die Produktqualität und Produktionsleistung verbessert.

Häufig wird für den Digitalen Retrofit zusätzliche Hardware benötigt. Dies deshalb, da die existierenden und verbauten Steuerungseinheiten nicht verändert werden sollen oder dürfen. In diesen Fällen können beispielsweise Mini-Computer in die Maschinen eingebaut werden, die es den Maschinen ermöglichen, mit der Aussenwelt zu kommunizieren. Genau dies hat das Schweizer Medizintechnik-Unternehmen Belimed getan, indem es seine Reinigungs- und Desinfektionsmaschinen mithilfe dieses Ein-Platinen-Computers digitalisiert hat.

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Wie Belimed dies geschafft hat, erfahren Sie aus erster Hand am Swiss Enterprise Engineering Symposium vom 21. November

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Weiterführende Informationen

Topics: Industrie 4.0 Digital Business Transformation