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DevOps for the Enterprise - Nachgefragt bei Steffen Schluff

 

steffen_schluffSeit dem Zusammenschluss von Trivadis und OIO gehört die Produktpalette von Atlassian, die über OIO vertrieben wird, mit zum Portfolio von Trivadis. Steffen Schluff, Leiter der Software Factory Orientation in Objects, erklärt im folgenden Interview, wie die Zusammenarbeit im Unternehmen bei DevOps verbessert werden kann. Er gibt eine Übersicht über gängige Atlassian-Tools und zeigt auf, wie Software auf diese Weise schneller und zuverlässiger ausgeliefert werden kann.

 

Wer ist Atlassian und was kann Atlassian?

Steffen Schluff: Atlassian ist einer der führenden Anbieter von Team basierten Lösungen in den Bereichen Kollaborationssoftware, Aufgabenmanagement und Entwicklungswerkzeuge. Atlassian wurde von Mike Cannon-Brookes und Scott Farquhar im Jahre 2002 in Sydney gegründet und hat nach eigenen Angaben mehr als 2.500 Mitarbeiter verteilt auf 9 weltweite Standorte und über 100.000 Kunden. Am bekanntesten dürfte Atlassian für den Issue Tracker Jira und das Enterprise Wiki Confluence sein, die auch die ersten beiden verfügbaren Produkte von Atlassian waren.

Wie sieht das Produktportfolio von Atlassian genau aus?

Steffen Schluff: Atlassian hat einen starken Fokus auf Teamwork und offenes Arbeiten. Dementsprechend können die von Atlassian angebotenen Werkzeuge Teams dabei unterstützen, ihr jeweiliges Potential voll zu entfalten. Das Produktportfolio lässt sich grob in drei große Bereiche unterteilen:

Planen und Nachverfolgen von Aufgaben

In diesen Bereich fallen die drei Jira Produkte Jira Software, Jira Core und Jira Service Desk.
Jira Software hilft Entwicklungsteams dabei, alle Aspekte rund um Software Development und Releasing zu verwalten. Dies gilt insbesondere auch wenn agile Methoden wie Scrum oder Kanban zum Einsatz kommen.

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Bild : Jira Scrum Board (aktiver Sprint) 

Jira Core erlaubt es beliebige Unternehmensprojekte zu verwalten, seien es Marketingkampagnen, Onboarding Aktivitäten oder Freigabe Prozesse um nur einige zu nennen.
Jira Service Desk bietet Anwendern eine einfache Möglichkeit, um Unterstützung zu bitten und die so entstehenden Vorfälle durch so genannte Agenten effektiv bearbeiten zu lassen.

Zusammenarbeit

Im Bereich Kollaborationssoftware sind vor allem Confluence und Trello zu nennen.
Confluence ist ein Enterprise Wiki und bietet Teams eine flexible Plattform um gemeinschaftlich Content basiert zu arbeiten. Für die Art der erstellten Inhalte gibt es praktisch keine Einschränkung, zu den häufigsten Anwendungsfällen gehören Wissensdatenbanken (Knowledge Bases), Spezifikationen, Protokolle und Dokumentationen.

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Bild: Confluence Seite aus Template erzeugen

Trello wiederum stellt eine webbasierte Möglichkeit zur Verfügung, gemeinschaftlich Projekte in Form sogenannter Boards zu verwalten. Diese kann man sich als virtuelle Whiteboards gefüllt mit Listen von Haftnotizen vorstellen, die gemeinsam editiert werden können. Zwei besondere Stärken von Trello sind die niedrige Einstiegshürde sowie die einfache Bedienbarkeit.

Entwicklungswerkzeuge

Atlassian bietet auch eine ganze Reihe spezieller Entwicklungswerkzeuge, von denen Bitbucket und Bamboo die bekanntesten sind.
Bitbucket ist eine Enterprise Lösung zur Verwaltung von Git Repositories und Bamboo ein sehr leistungsfähiger Continuous Integration und Continuous Delivery Server.

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Bild: Jira Software Release Hub mit integrierten Informationen aus Bamboo und Bitbucket

Zusätzlich ist zu erwähnen, dass fast alle Atlassian Produkte drei verschiedene Deployment Optionen namentlich Server, Data Center und Cloud unterstützen. Ohne an dieser Stelle zu sehr ins Detail zu gehen, kann man sagen, dass hierdurch jeder Anwender die für ihn passende Betriebsart nutzen kann.

Auch der Atlassian Marketplace soll nicht unerwähnt bleiben, auf dem man zur Zeit auf über 3000 Erweiterungen von Drittanbietern, sogenannte Apps, zugreifen kann. Diese reichen von kleinen Dingen wie etwa zusätzlichen Reports bis hin zu großen konzeptionellen Themen wie beispielsweise Apps für Test oder Portfolio Management.

Unabhängig davon ist man sich bei Atlassian durchaus bewusst, dass ein Tool Stack nie in Isolation existiert. Dementsprechend ist es leicht möglich, andere Werkzeuge mit den Atlassian Produkten zu integrieren. Dies ist speziell für DevSecOps von Bedeutung, da in diesem Bereich viele weitere Open-Source- und proprietäre Tool-Hersteller tätig sind, deren Produkte eingebunden werden müssen.

Wo passen die Produkte von Atlassian zu Trivadis und OIO und wie profitieren Kunden davon?

Steffen Schluff: Trivadis und OIO sind IT Unternehmen, die sowohl für Kunden als auch für den eigenen Bedarf Software entwickeln und betreiben. Insofern sind gute Werkzeuge sowohl zur Planung als auch für die Entwicklung selbst unverzichtbar. Gleichzeitig sind bei uns, wie überall, Aufgaben und Content zu verwalten, so dass auch Kolleginnen und Kollegen aus den nicht technischen Bereichen aus den Atlassian Tools Nutzen ziehen können.

Unsere Kunden können auf mehrere Arten profitieren. Zum einen können, je nach Art der Zusammenarbeit, Kunden auf unsere Atlassian Systeme zugreifen, so dass sie direkt in "ihr" Projekt auf Augenhöhe eingebunden sind. Zum anderen können wir unseren Kunden dabei helfen, den für sich passenden Mix an Atlassian
Werkzeugen zu finden, zu beschaffen und einzurichten, so dass sie künftig offener und effizienter arbeiten können.

Der Zusammenschluss von Trivadis und OIO bringt unseren Bestandskunden sogar noch zusätzliche Vorteile. So können Trivadis Kunden von nun an auch bei der Prozess- und Methodenberatung direkt auf einen weiteren etablierten Tool Stack zurückgreifen, um Whiteboard-Ideen schnell in die Tat umzusetzen. OIO Kunden wiederum können aus der langjährigen Erfahrung bei der Erbringung von IT Services durch Trivadis Nutzen ziehen, falls Unterstützung beim Betrieb der Atlassian Tools gewünscht wird.

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